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Bestnote für Münster

Stadt und Umgebung schneiden bei Wirtschafts-Ranking gut ab.

Münster und Umgebung sind laut einer Studie über Wirtschaftskraft und Standortqualität deutscher Städte eine „Wohlstandsinsel“ in Nordrhein-Westfalen.

Die Cityregion Münster – Stadt Münster mit den Kreisen Coesfeld, Steinfurt und Warendorf – belegt bei dem Vergleich der 100 größten Städte Deutschlands den 18. Platz. Das ist die beste Platzierung einer NRW-Stadt. Das Ranking wurde gestern von der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft präsentiert. Es besteht aus einem „Niveau-Ranking“, das den Ist-Zustand anzeigen soll, und aus einem Dynamik-Ranking zur jüngsten Entwicklung. Studienleiter Michael Bahrke sagte, die Cityregion Münster sei deutlich dynamischer und krisenresistenter als andere Wirtschaftsräume in NRW. Bei der Wirtschftsdynamik belegt Münster Platz fünf unter den Regionen in Deutschland. Das Münsterland biete viele Arbeitsplätze über die Landwirtschaft hinaus in vielen kleineren Unternehmen. Bahrkes Fazit: „Wirklich glänzen kann NRW nur mit Düsseldorf und Münster.“ Das Ruhrgebiet schneidet schlecht ab.

Bis auf Mühlheim belegen sämtliche Revierstädte hintere Plätze. So hat die sächsische Industriestadt Chemnitz die Revierstädte Gelsenkirchen und Duisburg beim verfügbaren Einkommen überholt. „Auf Schalke und anderswo im Revier kämpft man auch wirtschaftlich um den Verbleib in der 1. Liga.“ Gelsenkirchen rangiert beim absoluten Niveau hinter Dessau-Roßlau, Frankfurt an der Oder und Leipzig auf Rang 97. Der Negativ-Trend bestätige sich auch für die Wirtschaftsräume Dortmund und Essen. Beim aktuellen Niveau liegt Raum Dortmund, zu dem auch Hamm und der Kreis Unna gehören, auf Platz 16 der 20 größten Wirtschaftsregionen. Bei der Wirtschaftsdynamik hat der Raum Essen, dem Gelsenkirchen und Oberhausen gerechnet werden, die rote Laterne.

MZ, 11.12.2010

 

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