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Neue Perspektiven in der Altstadt

Die Bauarbeiten am Alten Fischmarkt machen große Fortschritte. Bereits im Oktober wird das erste Geschäft in das neue Quartier ziehen.

Was für eine Aussicht! Vom Dach der neuen Bebauung am Alten Fischmarkt, in fast 30 Metern Höhe, zeigt sich Münster von seiner schönsten Seite: Der Blick fällt auf St. Lamberti, den Dom, das Schloss, in nördlicher Richtung ist der Teutoburger Wald zu erkennen. „Fantastisch“, schwärmt Isabella Lohmann, Geschäftsführerin der „Alter Fischmarkt Assets GmbH“, die in das Projekt am Rande der Altstadt nicht nur 40 Millionen Euro investiert: „Es steckt auch eine Menge Herzblut drin“, sagt Lohmann.

Ein Teil der Gerüste ist bereits abgebaut worden, in wenigen Wochen wird der Innenausbau im Kinderkaufhaus „Mukk“ beginnen, das gleich zwei Etagen angemietet hat und bereits im Oktober öffnet. Der letzte Kran soll im August verschwinden, im Oktober werden auch die Gerüste des markanten Turmbaus an der Ecke Alter Fischmarkt/Vossgasse abgebaut.

Bis zum Frühjahr 2013 öffnen dann nach und nach weitere Geschäfte, darunter die Bekleidungsmarken Gant, G-Star und Camp David sowie drei Restaurants im Innenhof, unter anderem mit französischer und regionaler Küche. „Wir liegen voll im Zeitplan“, betont Architekt Jörg Preckel vom Büro Pfeiffer/Ellermann/Preckel, das seinen Sitz in das „eigene“ Gebäude verlagern wird: Gleich zwei Etagen haben die Architekten angemietet. Büros werden auch ins Obergeschoss einziehen, dorthin, wo man die Stadt so wunderbar überblicken kann. Den Mieter will Isabella Lohmann aber noch nicht verraten.

Auch wenn es sich um ein Projekt aus einem Guss handelt – „eigentlich sind das sieben Gebäude“, sagt Preckel. Der markante Turmbau, den die Kommunalpolitiker um ein Geschoss kürzten, der Gebäudeabschnitt an der Vossgasse, fünf Giebelhäuser (mit Wohnungen in den Obergeschossen) am Alten Fischmarkt.

„Wir wollten keine Mall bauen, sondern ein Stück Stadt schaffen“, sagt Preckel. Der gesamte Bereich, bislang eher eine „B-Lage“, werde durch die neue Bebauung aufgewertet, „ich setze darauf, dass er eine Impulswirkung auf die Nachbarschaft haben wird“. Für ihn steht fest: „Mit unserem Projekt unterstreicht Münster seine Bedeutung als Top-Einkaufsstandort.“

Clou des Quartiers ist ein ovaler Innenhof. Hier werden, auch im Freien, drei Restaurants ihre Speisen anbieten, beim Essen fällt der Blick auf den Turm von St. Lamberti. Neu und Alt in Sichtweite, das spiegele eine Grundhaltung wider, sagt Preckel: „Wir wollten nicht historisieren, sondern etwas konsequent Neues von hoher Qualität schaffen.“

 

Westfälische Nachrichten, 28.07.2012 

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