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Schräge Schönheit

Alter Fischmarkt: Gerüst abgebaut/Kinderkaufhaus „Mukk“ öffnet

Die Gerüste sind abgebaut – und schon ziehen die ersten Mieter in das neue Quartier am Alten Fischmarkt ein. Am Donnerstag (18. Oktober) öffnet das Kinderkaufhaus „Mukk“, nach eigenem Bekunden nun größtes Geschäft seiner Art in Deutschland, seine Pforten – und liegt damit voll im Zeitplan. „Der Innenausbau läuft auf Hochtouren“, berichtet Investorin Isabella Lohmann. Damit nicht nur mehr als 62.000 Verkaufsartikel pünktlich zur Eröffnung in den Regalen liegen, sonder auch eine riesige Rutsche und ein Karussell in Beschlag genommen werden können. Auch nach der Eröffnung von „Mukk“ werden in einem Großteil des Komplexes mit der schrägen Fassade die Handwerker das Sagen haben. Weitere Geschäftseröffnungen werden in den Wochen vor dem Osterfest 2013 folgen – darunter Filialen der Modekette G-Star, Gant und Camp David. Wer in zwei weitere Ladenlokale am Alten Fischmarkt einzieht, darf Lohmann noch nicht verraten. Nur so viel: „Bislang sind diese Anbieter in Münster nicht vertreten.“ Und: „Der Alte Fischmarkt wird zu einer sehr feinen Straße werden.“ In die weitgehend fertig gestellten Fassaden werden in den kommenden Wochen – so weit nicht schon geschehen – die Fenster eingesetzt. Auch im Innenhof des 40 Millionen Euro teuren Quartiers gibt es noch einiges zu tun. Vom einen Ende bis zum anderen muss ein Gefälle von einem halben Meter ausgeglichen werden. Der Bodenbelag wird so angehoben, dass die Gäste der Innenhof-Restaurants nicht an schiefen Tischen sitzen müssen, erläutert Lohmann. Drei Gastronomien werden im kommenden Frühjahr öffnen: ein Restaurant mit internationaler Küche, ein Restaurant mit regionaler Küche – und eine französische Boulangerie, also Bäckerei. Dabei handelt es sich um eine Filiale von Epi, die in Deutschland bislang nur in Köln und Bonn vertreten sind. An das Bistro ist eine eigene Backstube angeschlossen, in der unter anderem handgemachtes Brot produziert wird. Zudem werden in das neue Quartier mehrere Ärzte, Anwälte, das Architekturbüro Pfeiffer/Ellermann/Preckel (das auch für die Gestaltung des Fischmarkt-Projektes verantwortlich ist), das Bankhaus Merck, Finck & Co. sowie weitere Mieter einziehen, deren Namen Lohmann noch nicht nennen darf, „da sie sich derzeit noch in anderen Mietverhältnissen befinden“. Die Vermarktung von neun Wohnungen, die zwischen 70 und 200 Quadratmeter groß sind, soll im kommenden Frühjahr beginnen. Enttäuscht ist die Investorin von einigen Besuchern der gegenüberliegenden Diskothek „Schwarzes Schaf“, die das neue Quartier verstärkt als Toilette missbrauchen würden. Lohmann, die sich ausdrücklich für einen Club an diesem Standort ausspricht, wünscht sich von den Betreibern, dass sie solchen „schwarzen Schafen“ intensiver auf die Finger klopfen. 

Münstersche Zeitung, 12.10.2012

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