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Neuer Publikumsmagnet

Der Alte Fischmarkt legt bei der Passantenzählung deutlich zu

Münster ist nicht nur der Prinzipalmarkt. Bei der diesjährigen Passantenzählung der Wirtschaftsförderung ist der neu gestaltete Alte Fischmarkt einer der großen Gewinner. An zwei Tagen im Mai hatten Studenten der Uni Münster an verschiedenen Punkten der Stadt die Menschen gezählt. Es waren 6.000 Menschen weniger in der Stadt unterwegs als vor einem Jahr und sogar 9.000 weniger als vor zwei Jahren. Insgesamt zählten die Studenten am 10. Mai zwischen 12 und 13 Uhr 43.086 Passanten.

 
Der Rückgang kann unterschiedliche Gründe haben. Der naheliegendste ist vielleicht das Wetter. Mit 13 Grad war es nicht besonders warm. Das Wetter sei ungünstiger gewesen als im Jahr zuvor, schrieb die Wirtschaftsförderung in einer Pressemitteilung. In der Gunst der Shoppingfans und Touristen ganz oben stehen nach wie vor die Ludgeristraße (1.), der Prinzipalmarkt (2.) und der vordere Teil der Salzstraße (3.). „Neben diesen tragenden Säulen unseres Handelsstandorts Münster gibt es weitere attraktive Lagen, die die Dynamik in der City ankurbeln“, sagt Thomas Robbers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster. 
 
Der im September 2013 eröffnete Handels- und Gastronomiekomplex Alter Fischmarkt ist ein Beleg dafür, dass neu entwickelte Quartiere in Münsters Innenstadt – wie auch die 2009 fertiggestellte Stubengasse gezeigt hat – zum Publikumsmagneten werden. Immerhin machte der Alte Fischmarkt im aktuellen Ranking der 22 Standorte einen guten Sprung nach oben. Des Weiteren strömten bei der Zählung auch über die Königsstraße und über das Landesmuseum beziehungsweise die Rothenburg wieder mehr Passanten ins Zentrum. „Durch städtebauliche Planung und Steuerung haben wir an mehreren Stellen markante, einladende Eingangsportale zu unserer Innenstadt geschaffen, die offensichtlich gut angenommen werden“, sagte Münsters Stadtdirektor Hartwig Schultheiß.
 
Es gibt auch Verlierer in der Untersuchung. Das Hansecarré hat an Frequenz verloren. Ein Grund dafür ist möglicherweise, dass Bauprojekte in der Innenstadt fertig geworden sind (etwa an der Königsstraße oder dem Aegidiimarkt) und  sich dadurch die Passantenströme verändert haben. Das sei aber nicht dramatisch und könne korrigiert werden.
 
„Unsere zukünftige Aufgabe ist es, versteckte und bislang unterentwickelte Wege und Innenhöfe mit reizvollen Angeboten auszustatten und sie somit stärker in das Netz der beliebten Routen zu integrieren“, sagt Thomas Robbers.
 
Münstersche Zeitung, 10.07.2014
 

 

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