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Swinging Fischmarkt

Gelungene Premiere: Erstes Hoffest lockt mit Musik und Geselligkeit viel Publikum

Fröhliche Swingmusik schallt vom Hof des Neubaus am „Alten Fischmarkt“ herüber. Schon früh sitzen die ersten Gäste unter den großen Sonnenschirmen. Sie wollen beim ersten Hoffest nun wirklich nichts verpassen.

„Ich bin ganz begeistert, es ist eine richtig schöne und lockere Atmosphäre“, schwärmt Gisela Küppers vom ersten Hoffest des „Alten Fischmarkts“. Zusammen mit ihrer Freundin Heike Volk sitzt sie bereits seit zwei Stunden im Hof und lässt sich von der Life-Musik beschallen.

„Wir wollten eigentlich nur einen Wein trinken“, sagt sie. Doch das leckere Essen, vor allem aber das Rahmenprogramm haben es den beiden Touristinnen aus Grevenbroich angetan. „Wir haben das hier durch Zufall entdeckt und nun genieße ich hier heute meinen Geburtstag.“ Genau so hat es sich Isabelle Lohmann vorgestellt, dieses erste Hoffest am neuen „Alten Fischmarkt“. Im September 2013 wurde der Gebäudekomplex fertig. Neben Schmuck und Bekleidung im Durchgangsbereich zum Hof gibt es im großen Kinderkaufhaus allerhand zu entdecken. Und natürlich auch die Gastronomie, die sich rund um die von der Straße gut abgeschirmte Rotunde angesiedelt hat. Die Inhaberin zeigt sich zufrieden: „Heute Vormittag war es schon sehr voll“, freut sich Lohmann. „Ich muss sagen, insgesamt ist das Fest sehr gut besucht. Vorhin haben sogar Leute getanzt.“ 

Steffi Stephans Tipps 

Gute Musik gab es reichlich. Gleich drei Live-Bands hatte Isabelle Lohmann für den Samstag verpflichtet, alles Empfehlungen von Münsters Rocklegende Steffi Stephan: die „Zucchini Sistaz“ mit Gastmusiker „Jan Sturmius Becker“ am Waschbrett, „Châpeau Manouche“ und das „Hoene Duo“. Schnell wurde da der Hof zum „Swinging Fischmarkt“.

Während der Eintritt am Samstag frei war, wurde am Sonntag Eintrittsgeld verlangt. Aus gutem Grund: „Zehn Prozent vom Ticketpreis gehen an die Hospiz-Bewegung“, sagt Lohmann. 

Und die Sweet Classics des Ensembles Don & Giovannis waren den Eintritt allemal wert. Mitklatschen, gar noch mitsingen zu „Toreador“ aus der Oper „Carmen“? Also, bitte! An anderer Stelle hätte man sich derartiges Publikumsengagement empört verbeten. Nicht so am Sonntag, als die fünf Schweizer klassische Melodien auf ein mitreißendes rhythmisches Fundament setzten.

Costa monasteria – am Pfingstsonntag konnte man Münster dank „Don & Giovannis“ sogar für eine Nachbarstadt Neapels, Marseilles oder Granadas halten. Alle Zutaten des oft beschworenen „mediterranen Flairs“, einer profunden Sehnsucht nach Leichtem, waren ja auch vorhanden: eine jubilierende Sonne, das Essen, eine Architektur mit belebten Plätzen und schließlich eine lebensfrohe, quirlige, dramatische Musik. Die Musiker zeigten, dass „mediterran“ weniger eine Frage der Geographie ist – als vielmehr eine des Temperaments und der Lebensauffassung.

Weitere Aktionen für die Zukunft sind geplant. Eine Woche vor dem Turnier der Sieger zum Beispiel: „Da machen wir ein Steckenpferdefest und es gibt hier ein richtiges Rennen.“ Isabelle Lohmanns Ziel: den neuen „Alten Fischmarkt“ in Münster noch bekannter zu machen und mehr Publikum in die schöne Hofatmosphäre zu locken.  

Münstersche Zeitung, 10.06.2014

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