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Tradition und Moderne

Familie Lohmann investiert 40 Millionen Euro  in den Umbau am Alten Fischmarkt

Er gehört sicher mit zu den ältesten Straßen in Münster. Das Erscheinungsbild des Alten Fischmarkts wird geprägt von unauffälligen Nachkriegsbauten. Doch ab dem kommenden Jahr erhält er ein völlig neues Gesicht, wird neues Tor zur Altstadt. Fünf moderne Varianten der Giebelhäuser, ein gemeinsamer Innenhof und ein an die benachbarte Bank angegliederter moderner Neubau mit sich verwundener Fassade  in Richtung Voßgasse und Theaterturm – so soll die Neugestaltung aussehen. Am Montagmorgen stellten die Investoren-Familie Lohmann und ihr Architekt Jörg Preckel das riesige Projekt vor. Eineinhalb Jahre lang hat der  Investor benötigt, um die Grundstücke zu kaufen, ein Jahr lang hat er in Abstimmung mit der Stadt geplant. Herausgekommen ist ein Bauprojekt mit traditionalistischen wie visionären Zügen. 40 Millionen Euro umfasst das Gesamtvolumen dieses Bauprojektes. Entlang des Fischmarktes nehmen die fünf Patrizierhäuser die Traufkante der vorderen Gebäude wieder auf, wie sie noch bei Hasadeur und an der Lamberti-Apotheke sichtbar ist. Am Ende, zur Voßgasse hin, schließt die Dachlinie in die Höhe für die eigenwillige Abschlussgebäude. Der Paukenschlag des Projektes jedoch ist der Abschluß zur Voßgasse: Es entsteht ein kleines Hochhaus, das kühn nach oben strebt und die Höhe des Theater-Bühnenturms aufnimmt. Die Fassaden springen unten zurück und machen den Fußgängern Platz, oben wölben sie sich nach außen. Die Fenster sind tief eingelassen in der Fassade, um die Struktur der neuen benachbarten Giebelhäuser aufzunehmen.  Das Projekt wurde am Montagabend den Ratsfraktionen vorgestellt. Mit der Bauverwaltung ist es abgestimmt. Der Bau soll im Frühjahr 2010 beginnen und 20 Monate dauern. Die Nutzfläche von 11.900 Quadratmetern steht für inhabergeführten Einzelhandel, zum Wohnen sowie für Büros und Restaurants zur Verfügung.

 

Kaufen & Sparen, 04.11.2009

 

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