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Ein Hof und ein Platz

Projekte Alter Fischmarkt und Polizeiwache im Gestaltungsbeirat

Die politische Diskussion um zwei wichtige Projekte und der nordwestlichen Altstadt ist eröffnet. Der Gestaltungsbeirat unter dem wiedergewählten Vorsitzenden Friedrich Wolters war gestern das erste Gremium, das sich mit dem Neubauprojekt Alter Fischmarkt/Voßgasse und der geplanten Polizeiwache am Alten Steinweg/Julius-Voos-Gasse befasste. Das 40-Millionen-Projekt am Alten Fischmarkt ist von den Hackeschen Höfen in Berlin inspiriert, wie Investor Heinz Lohmann betonte. Es besteht aus fünf Giebelhäusern, einem Hochhaus und einem offenen Innenhof. DIe Giebelhäuser am Alten Fischmarkt, so betonte Architekt Jörg Preckel, nähmen bewusst die historische Bebauung auf – und nicht die flache Architektur der 50er Jahre, die hier nach der Kriegszerstörung entstanden sei. Das Hochhaus an der Ecke Voßgasse (auf dem bisherigen Terrain der Deutschen Bank) solle dagegen mit dem Bült-Hochhaus und dem Bühnen-Turm des Stadttheaters konkurrieren und einen städtebaulichen Dreiklang bilden. Wann es losgehen soll? Er hoffe, sagt Heinz Lohmann, im April. Das Projekt an der Julius-Voos-Gasse ist ein Wunsch des Polizeiräsidenten, berichtet Hermann-Josef Peters, stellvertretender Niederlassungs-Leiter des Bau- und Liegenschaftsbetriebes (BLB). Neben dem Präsidium am Friesenring und dem geplanten Neubau auf dem Gelände des Polizei-Instituts an der Weseler Straße solle hier eine bürgernahe Innenstadt-Wache entstehen. Ursprüngliche Pläne für eine gläserne Woche seien aus Sicherheitsgründen etwas relativiert worden, so Peters. Gleichwohl sehe der neue Entwurf neben einem Sandstein-Rahmen noch sehr viel Glas vor – teils transparent, teils kobaltblau. Hinter dem geplanten Pavillon-artigen Neubau wird die Polizei weitere Räume in den vorhandenen kleinen Justizzentrums bekommen, berichtete Peters weiter. Die Gestaltung des kleinen Platzes vor der Wache will der BLB gemeinsam mit der Stadt angehen.

 

Münstersche Zeitung, 02.12.2009

 

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